Der Open-Source-PIM-Anbieter UnoPIM hat den Digitalen Produktpass (DPP) mit Version 3.0 fest in den Produktdatenkern integriert. Hersteller erfassen, pflegen und exportieren DPP-relevante Daten damit direkt im PIM – ohne zusätzlichen Dienst und ohne Lizenzkosten.
Noida/Poznań, September 2026 – Der Zeitdruck beim Digitalen Produktpass steigt. Ab dem 18. Februar 2027 ist der digitale Batteriepass nach der EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 für Traktions- und LMT-Batterien sowie Industriebatterien über 2 kWh verpflichtend. Die Ökodesign-Verordnung ESPR bildet darüber hinaus den horizontalen Rahmen: Konkrete Pflichten entstehen dort schrittweise über delegierte Rechtsakte je Produktgruppe, unter anderem für Eisen und Stahl, Textilien, Reifen und Aluminium. Für viele mittelständische Hersteller bedeutet das, dass die Datenbasis stehen muss, bevor der eigene Stichtag feststeht.
DPP-Daten im PIM statt in einem Zusatzsystem
UnoPIM v3.0 bildet die dafür erforderlichen Angaben als reguläre Produktattribute ab: Materialzusammensetzung, Rezyklatanteil, SCIP-/ECHA-Deklaration besonders besorgniserregender Stoffe sowie Herkunfts- und Lebenszyklusinformationen. Da diese Felder Teil des Katalogmodells sind, gelten für sie dieselben Mechanismen wie für alle übrigen Produktdaten: Completeness-Tracking je Kanal und Sprache, Maker-Checker-Freigabeworkflow, granulare Rechteverwaltung sowie Ausleitung über REST-API und Konnektoren an Shop-, Marktplatz- und Katalogsysteme. Ein separates Compliance-Tool oder ein Drittanbieter-Service ist dafür nicht erforderlich.
Open Source unter MIT-Lizenz
UnoPIM steht unter MIT-Lizenz und bleibt im vollen Funktionsumfang des Kerns dauerhaft kostenfrei – wahlweise selbst gehostet oder als Cloud-Lösung. Das System basiert auf Laravel 13 und PHP 8.4; die Skalierbarkeit auf über 10 Millionen Produkte ist dokumentiert. Ergänzend stehen ein KI-Agent zur Katalogsteuerung per natürlicher Sprache, ein integriertes Digital Asset Management sowie Konnektoren für Shopify, Magento 2, WooCommerce und Odoo ERP zur Verfügung.
Hintergrund der Umsetzung ist eine Beobachtung aus der Praxis: Der Produktpass scheitert selten an der Technik, sondern an der Datenhaltung. Materialangaben liegen häufig in Tabellen, Konformitätsnachweise in E-Mail-Postfächern. UnoPIM legt die DPP-Felder deshalb dorthin, wo Produktdaten ohnehin gepflegt werden.
Weitere Informationen zur DPP-Funktionalität in UnoPIM v3.0:
Technischer Überblick: https://unopim.com/digital-product-passports-unopim-v3/
Video-Demonstration: https://www.youtube.com/watch?v=Fts4K-Mg2T4
Über UnoPIM
UnoPIM ist ein Open-Source-System für Produktinformationsmanagement (PIM) und Digital Asset Management (DAM) unter MIT-Lizenz. Entwickelt wird es von Webkul Software, einem seit 2010 eigenfinanzierten Softwarehaus mit rund 500 Mitarbeitenden und Standorten in Europa, Indien und den USA. Webkul ist ISO 27001- und ISO 9001-zertifiziert, CMMI Level 3 appraised und SOC 2 Type 2 attestiert. Zu den europäischen Referenzkunden zählen unter anderem CB Tec (Deutschland, Heiztechnik), Pood24 (Estland) und Distrilink (Belgien).
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