PIM-Auswahl

Die Implementierung eines PIM-Systems ist ein strategisches Projekt, das sich ganzheitlich und häufig unternehmensweit auf das Produktdatenmanagement auswirkt. Einen maximalen Nutzen entfaltet ein PIM-System, wenn es neben der Bereitstellung der Daten für alle Kommunikations- und Vertriebskanäle auch produktiv für andere relevante Unternehmensaufgaben genutzt werden kann. Die Anforderungen an eine solche Software-Lösung sind also sehr vielfältig und die Auswahl des passenden PIM-Systems entscheidet über den Erfolg des gesamten Projekts.

Hersteller und Händler, die sich mit der Auswahl eines PIM-Systems beschäftigen, sollten gleich zu Beginn festlegen, welche Anforderungen das PIM-System im Sinne der Unternehmensstrategie und Marketingstrategie erfüllen muss. Dazu sollen von Anfang an alle Beteiligten Abteilungen und Bereiche mit ins Boot geholt werden.

Unternehmen sollten genau überlegen, was sie von einer PIM-Software erwarten – und dafür im ersten Schritt die bestehende Systemlandschaft sowie die darin stattfindenden Prozesse analysieren und im Anschluss einen entsprechenden PIM-Anforderungskatalog erstellen. Diesen Anforderungskatalog senden sie anschließend zum Ausfüllen an Softwarehäuser oder spezialisierte Systemintegratoren, um so am Ende aus den vielen Anbietern die  passende Lösung  auswählen zu können. Doch was muss ein solcher Anforderungskatalog enthalten? Wie sollte er aufgebaut sein und  welche Fehler sollte man unbedingt vermeiden?

Dazu einige Tipps:

  1. Beschreiben Sie Anforderungen so, dass sie mit Ja/Nein beantwortet werden können.
  2. Richten Sie eine Skala ein, die preisgibt, wie gut eine Anforderung erfüllt wird.
  3. Teilen Sie den Anforderungskatalog in unterschiedliche organisatorische Bereiche auf.
  4. Berücksichtigen Sie alle Abteilungen und Prozesse bei Erstellung des Katalogs.
  5. Formulieren Sie Ihre Anforderungen an das PIM-System lösungsneutral.
  6. Denken Sie in Use Cases und nicht in Einzelfunktionen.
  7. Bleiben Sie realistisch bei der Formulierung Ihrer Anforderungen.
  8. Bauen Sie den Anforderungskatalog so auf, dass sie als Leitfaden in einer Präsentation genutzt werden kann.
  9. Berücksichtigen Sie auch die Ergonomie und die Nutzerfreundlichkeit der PIM-Software.

Die ausführlichen Tipps für den perfekten PIM-Anforderungskatalog können hier kostenfrei heruntergeladen werden.

In jedem Fall sollten Hersteller und Händler, die sich ein PIM-System im Testlauf zeigen vorführen lassen, in Anwendungsfällen denken und den Nutzen vor den Möglichkeiten der Software stellen.

Neben den etablierten Anbietern von lizenzpflichtigen PIM-Systemen gibt es auch zahlreiche Open Source-Systeme am Markt. Hier lohnt sich ein genauerer Blick.

Bei der Auswahl sollte man darauf achten, dass man einen Partner findet, der wirklich zu einem passt. Denn die Einführung eines PIM-Systems kann mehrere Monate dauern und erfordert eine enge und gute Abstimmung, damit das Projekt ressourcenschonend und mit schneller Produktivsetzung erfolgen kann. Hilfreich sind hier oftmals Dienstleister, die sich auf die Implementierung von PIM-Systemen spezialisiert haben.

Hilfreich bei der Implementierung eines PIM-Systems ist das Vorgehen in Teilprojekten – so bleiben Unternehmen flexibel im gesamten Projektverlauf und erzielen schneller erste Ergebnisse.

Da die PIM-Einführung oftmals nachhaltig die Prozesse, Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Unternehmen verändert,  benötigen PIM-Projekte die Unterstützung der Führungsebene. Damit bleibt gewährleistet, dass bei Meinungsverschiedenheiten einzelner Bereiche die Unternehmensziele stets im Fokus bleiben.

Die 10 wichtigsten Tipps für die Auswahl eines PIM-Systems können hier kostenfrei heruntergeladen werden.