PIM-Projekt

Bevor nun ein Hersteller oder Händler alle Produktdaten zentralisiert und eine PIM-Software implementiert, gibt es einige Punkte zu beachten. Die 8 häufigsten Fehler bei der Umsetzung eines Product Information Management-Projekts sind hier aufgeführt und sollten unbedingt vermieden werden:

  1. Allheilmittel Software

Zu glauben, die Implementierung eines PIM-Systems sei die Garantie für reibungslose Multichannel- bzw. Omnichannel-Kommunikation und Datenmanagement, ist ein folgenschwerer Fehler. Ohne entsprechende Prozesse und Verantwortlichkeiten ist die Software „herausgeworfenes Geld“.

  1. PIM-Einführung als Hauruck-Aktion

Die PIM-Implementierung kann nicht von jetzt auf gleich erfolgen, sondern stellt einen sukzessiven Wandel dar. Eine agile Vorgehensweise in kleinen Schritten mit unmittelbaren Ergebnissen ist am besten geeignet, um notwendige Anpassungen schnell und flexibel vornehmen zu können.

  1. Fehlendes Change Management

Die neue Struktur und der veränderte Datenverwaltungsprozess müssen vom Management vorgelebt und begleitet werden. Zudem gilt es, Mitarbeiter frühzeitig ins Boot zu holen und mögliche Widerstände einzukalkulieren.

  1. Die eierlegende Wollmilchsau suchen

Ein System zu finden, das alles leisten kann, ist unmöglich. Ob CRM (Customer Relationship Management) und ERP (Enterprise Resource Planning), Marketing-Automation und Webshop – jedes System hat seine Stärken und Einsatzgebiete. Diese Systeme sinnvoll zu verknüpfen, ist dabei die Herausforderung. Siehe Tipps für die Auswahl.

  1. Redundante Datenhaltung in mehreren Quellen

Wichtigste Voraussetzung für eine effiziente Produktkommunikation im Multichannel/Omnichannel ist eine zentrale Datenbasis – und zwar dort, wo die Produkte „entstehen“: Häufig liegen erste Produktdaten bereits im ERP-System gesammelt vor. Dann sollten von diesem führenden System aus alle weiteren Systeme, Benutzergruppen, Kanäle usw. nach und nach angebunden werden.

  1. Kompliziertes Berechtigungskonzept

Insbesondere in der Multichannel-Kommunikation gibt es häufig kanalspezifische Berechtigungen. Für den erfolgreichen Einsatz eines PIM-Systems ist es jedoch wichtig, das Berechtigungskonzept gut zu durchdenken, flexibel anzupassen und insgesamt übersichtlich zu halten, damit Produktdaten konsequent an einer Stelle aktualisiert werden können.

  1. Alle Kanäle auf einen Schlag

Statt alle Kanäle mit einem Mal hinzuzufügen, ist es effizienter, auf Projekt-Treiber zu setzen, die schnell Erfolge erzielen. Das gewährleistet die nötige Flexibilität, wenn es um Anpassungen geht, und motiviert Mitarbeiter für die Veränderung. Hat man im PIM beispielsweise die Wahl, Datenblätter zu aktualisieren oder den Hauptkatalog neu aufzulegen, empfiehlt es sich, zunächst die Datenblätter in Angriff zu nehmen und erst im zweiten Schritt unter Einbezug von Marketing und Vertrieb die Katalogerstellung zu planen.

  1. Fehlende Verknüpfung der Kanäle

Eine ausgereifte Strategie, die die einzelnen Kanäle im PIM verknüpft, ist unverzichtbar. Nur so können Unternehmen die Potenziale eines PIM-Systems ausschöpfen und dem (potenziellen) Kunden eine konsistente Customer Experience an allen Touchpoints ermöglichen.