Akeneo Vs. Pimcore

PIM-Systeme im Vergleich

Auf dem Markt der Produktinformationsmanagement-Systeme (PIM) gibt es zwei ausgezeichnete Programme – Akeneo und Pimcore. Mit PIM-Systemen schaffen es Unternehmen, Daten zu zentralisieren und die Eingabe- und Ausgabe-Kanäle vielfältig zu halten. Man verhindert so obsolete Datensätze. Durch die Vergabe von Schreib- und Bearbeitungsrechten verschiedener Stufen können sowohl Mitarbeiter wie auch Kunden darauf zugreifen. Immer aktuelle Datensätze ermöglichen eine abgestimmte Unternehmensstrategie über alle Abteilungen hinweg. Nun gilt es, sich für Akeneo oder Pimcore zu entscheiden.

Was ist Akeneo?

Im französischen Nantes, im US-amerikanischen Boston und im deutschen Düsseldorf hat Akeneo Büros. Das in Frankreich 2013 gegründete Unternehmen entwickelte das Open-Source-System Akeneo aufbauend auf dem PHP-Framework Symfony. Das Akeneo PIM-System ist unter anderem ausgelegt für die Verwendung bei Online-Händlern.

Die zentrale Verwaltung der Produktdaten ermöglicht es, dass diese harmonisiert werden. Dabei können die Datensätze nicht nur über verschiedene Kanäle ausgespielt werden, sondern auch in unterschiedlichen Sprachen. Das PIM-System ist ein wichtiges Tool für den E-Commerce.

Was leistet Akeneo?

Der Multi-Channel-Vertrieb ist eine der Stärken des Akeneo-PIM. Ein System verwaltet alle relevanten Produktinformationen für den Einkauf, den Vertrieb, das Marketing und auch für andere Abteilungen. Ein großer Pluspunkt für die Bediener des Systems ist, dass die Benutzeroberfläche einfach und intuitiv ist. Eine langwierige Einschulungsphase entfällt also.

Das System kann die Daten nicht nur in verschiedenen Sprachen ausgeben, durch die automatische Prüfung der Datensätze wird auch ein wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung geleistet. Als quelloffene Software kann Akeneo über den eigenen Marketplace erweitert und angepasst werden. Das PIM gibt es in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Variante und man kann es mit allen gängigen Shopsystemen kombinieren.

Was ist Pimcore?

Den richtigen Ton beim Thema PIM-Systeme treffen die Salzburger Entwickler des Softwareunternehmens Pimcore. Ebenfalls aufbauend auf dem PHP-Framework Symfony ist Pimcore ein Teil der von dem Unternehmen aufgebauten Digital Experience Plattform mit weiteren Möglichkeiten.

Pimcore verfolgt eine kostenlose Open-Source-Strategie. Neben dem PIM-System zählen Leistungen in den Bereichen Master Data Management, Content Management oder auch Kundendatenmanagement zu den Leistungen des Unternehmens. Anders als Akeneo ist Pimcore mehr als ein spezialisiertes PIM-System. Als Lösung für Unternehmen ist Pimcore deutlich komplexer. Pimcore gibt es ebenfalls in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Version.

Was leistet Pimcore?

Grundlegend setzt die Pimcore-Architektur darauf, Drittsysteme mittels API einfach einzubinden. Über diese Zugänge können Produktdaten zentral erfasst, verwaltet und abgeglichen werden. Wie Akeneo ist auch hier ein multilingualer Vertrieb möglich. Die so gewarteten Produktdaten erlauben den Nutzern einen raschen, unkomplizierten Zugriff. Über das Master Data Management (MDM) von Pimcore können nicht nur Produktdaten wie beim Akeneo, sondern sämtliche digitalen Daten zusammengeführt werden.

Pimcore wird von Unternehmen gewählt, die zusätzlich zu PIM-Komponenten auch weitere Lösungen benötigen.

Akeneo Vs. Pimcore – der Vergleich

Sowohl Akeneo als auch Pimcore ermöglichen eine zentrale und multilinguale Verwaltung und Bearbeitung von Produktdaten. Akeneo hat ein intuitives Backend, Pimcore ein komplexes. Pimcore verfügt über eine API-zentriertere Architektur als Akeneo. Beide integrieren Drittsysteme problemlos. Die Community Edition beider Lösungen ist lizenzkostenfrei. Für die Enterprise Edition bezahlt man bei Akeneo 40.000 Euro und bei Pimcore 7.200 Euro pro Jahr.


IT Analyst Gartner listet Pimcore als „Cool Vendor“

Noch nicht viele Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum haben es auf die Liste der „Cool Vendors“ von Gartner geschafft.